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Damit Herzprobleme nicht zum Tod führen

14. 01. 2020

Oestringfelde - Es kann jederzeit und überall passieren: Das Herz macht nicht mehr mit. Das kann das Ende des Lebens bedeuten – muss es aber nicht. Defibrillatoren können Menschen mit massiven Herzproblemen ins Leben zurückholen. Allerdings muss das schnell gehen, damit die gestörte Durchblutung nicht das Gehirn schädigt. Auch beim TuS Oestringen hat man sich die Frage gestellt: „Was wäre, wenn . . .“ Und die Antwort war: Ein eigener Defi muss her.

Und den gab es umsonst und frei Haus: Olaf Fianke vom Verein Aktion gegen Herzflimmern brachte ihn persönlich vorbei und erklärte den TuS-Mitgliedern den Gebrauch. „Der Einsatz eines Defibrillators ist eigentlich ja ein ganz erheblicher medizinischer Eingriff, der nicht von Laien gemacht werden darf. Dieses Gerät ist so konzipiert, dass es auch von Laien problemlos bedient werden kann“, sagt er.

„Es hat nur zwei Knöpfe: Mit dem Grünen schaltet man es ein. Eine Stimme sagt einem dann genau, was man tun soll. Sind alle Vorbereitungen getroffen, drückt man den roten Knopf, der den Stromstoß auslöst. Bis dahin hat das Gerät selbst alle Körperwerte des Patienten ermittelt und löst, wenn nötig, den Stromstoß in der genau passenden Stärke aus. Wenn das Gerät feststellt, dass eine Defibrillation nicht nötig ist, löst es auch nicht aus“, erklärte Fianke. Seit 2007 gibt es die Aktion gegen Herzflimmern. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, die Geräte möglichst flächendeckend zu verteilen und übernimmt auch die Wartung.

 

Foto: Jetzt hängt auch einer beim TuS Oestringen: Arno Eckhoff vom TuS nahm den Defi von Olaf Fianke in Empfang. Bild: Atto Ide