Ein kleines Gerät mit unbezahlbarer Wirkung

VEREIN „Aktion gegen Herzflimmern“ übergibt einen Defibrillator an die Raiffeisen-Volksbank in Varel

KAMMERFLIMMERN IST DIE HÄUFIGSTE TODESURSACHE IN DEUTSCHLAND. DER EINSATZ EINES DEFIBRILLATORS KANN LEBEN RETTEN.

Froh über einen weiteren AED-Standort in Varel sind: (v. l.) Lars Kühne, Jens-Olaf Fianke, Suela Reinen, Wilfried Rohlfs, Kassenwart der „Aktion gegen Herzflimmern“.

 

VAREL - Es ist ein kleines Gerät mit großer Wirkung: der automatisierte externe Defibrillator (AED), kurz auch „Defi“ genannt. Stolz, das 20. Gerät im Landkreis Friesland übergeben zu können, zeigte sich am Mittwoch Jens-Olaf Fianke, Vorsitzender des Vereins „Aktion gegen Herzflimmern“. Er übergab den Defibrillator einschließlich Aufbewahrungskasten an Vertreter der Raiffeisen-Volksbank Varel-Nordenham. Das Gerät erhält seinen Standort in der Bankfiliale in Varel.

Mit Hilfe eines Defibrillators kann das zum Tode führende Herzrasen (Kammerflimmern) – mit mehr als 130 000 Betroffenen pro Jahr die häufigste Todesursache in Deutschland – unterbrochen werden. 2007, im Gründungsjahr der „Aktion gegen Herzflimmern“, hatte es drei entsprechende Notfälle in Dangast gegeben. Daraufhin erhielt der städtische Campingplatz in Dangast damals den ersten AED über den Verein. Die Aktion „bringt Glück“, so Fianke. „Im Jahr 2008 hat es keinerlei gravierende Notfälle in Dangast gegeben.“

Der neue Defibrillator in der Raiffeisen-Volksbank in Varel wurde nach Angaben von Vertriebsleiter Lars Kühne durch einen Teilbetrag von 2000 Euro aus der Ausschüttung der Gewinnsparerträge ermöglicht. „Es ist eine gute Sache, die der allgemeinen Bevölkerung zu Gute kommt“, betonte er. Auch Filialleiterin Suela Reinen freute sich über das neue Hilfsgerät. Zum Schutz vor Vandalismus oder Diebstahl befindet es künftig im Innenraum der Bank. Entsprechende Schilder – weißes Herz auf grünem Grund – weisen auf den Standort hin.

Direkt im Anschluss an die Übergabe ließen sich 16 Mitarbeiter der Bank im Umgang mit dem AED schulen. Im Vorfeld erfolgt in der Regel eine Ersthelfer-Ausbildung über das Deutsche Rote Kreuz oder die Johanniter-Unfallhilfe, erläuterte Fianke. Im Notfall könne aber auch ein Laie mit dem Defibrillator umgehen. Eine Sprachsteuerung gebe dem Helfer nach dem Öffnen des Geräts genaue Anweisungen.

15.03.2009, NWZ - Bild Wölbern

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